NHP-Biogesund

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie umfasst alle Methoden, die ...

Kleine Auszeit

Schmerztherapie

Die Schmerztherapie umfasst alle Methoden, die Schmerzen lindern oder beseitigen sollen – egal ob akute Schmerzen (z.B. nach einer Verletzung) oder chronische Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Migräne, Rheuma).

TENS (Transkutane Elektrische Nervenstimulation)

Ziel: Schmerzreduktion

Wie funktioniert’s?

TENS arbeitet mit schwachen elektrischen Impulsen, die über Elektroden auf der Haut (transkutan) die Nerven reizen.

Dadurch sollen:
  • Schmerzsignale zum Gehirn blockiert werden („Gate-Control-Theorie“)
  • Endorphine (körpereigene Schmerzmittel) freigesetzt werden
Anwendungsgebiete:
  • Rückenschmerzen
  • Gelenkbeschwerden (z.B. Arthrose)
  • Muskelschmerzen
  • Neuralgien (Nervenschmerzen)
  • Regelschmerzen

EMS (Elektromuskelstimulation)

Ziel: Muskeltraining und -rehabilitation

Wie funktioniert’s? Bei EMS werden elektrische Impulse verwendet, um gezielt Muskelkontraktionen auszulösen. Die Methode wird häufig in der Reha, im Leistungssport oder für Muskelaufbau genutzt.

Dadurch sollen: Anwendungsgebiete:
  • Muskelaufbau (z.B. nach OP oder Verletzung)
  • Muskelschwäche oder -atrophie
  • Verbesserung der Durchblutung
  • Unterstützung bei Inkontinenztherapie

Neuraltherapie

Neuraltherapie ist eine ganzheitliche Regulations- und Schmerztherapie, die mit Injektionen von Lokalanästhetika (meist Procain oder Lidocain) arbeitet. Sie wurde in den 1920er Jahren von den Brüdern Ferdinand und Walter Huneke entwickelt.

Was ist das Ziel der Neuraltherapie?

Die Neuraltherapie möchte Störungen im vegetativen Nervensystem regulieren und sogenannte Störfelder im Körper aufspüren und ausschalten. Das kann z.B. ein entzündeter Zahn, eine Narbe oder eine chronische Mandelentzündung sein – also Stellen, die den Gesamtorganismus aus dem Gleichgewicht bringen können.

Wie wird behandelt?

Es werden kleine Mengen eines Lokalanästhetikums in die Haut (Quaddelung), in Triggerpunkte, in Narben, Gelenke oder entlang von Nervenbahnen gespritzt. Dadurch sollen die körpereigenen Regulationsmechanismen aktiviert und Schmerzen gelindert werden.

Behandlungsarten:
  1. Segmenttherapie  →  Injektion in Haut, Muskeln oder Bindegewebe eines bestimmten Körpersegments (z.B. Rücken bei Rückenschmerzen)
  2. Störfeldtherapie   →  Aufspüren und Ausschalten von Störfeldern, z.B. durch Injektion in eine Narbe oder entzündliche Zone
  3. Vegetative Therapie  →  Injektionen in vegetative Ganglien oder Nervengeflechte, z.B. zur Beruhigung des Nervensystems
Anwendungsgebiete (Beispiele):
  • Chronische Schmerzen (z.B. Rücken, Gelenke, Kopf)
  • Migräne
  • Narbenschmerzen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Neuralgien
  • Allergien, Heuschnupfen (als Regulationsimpuls)
  • Funktionsstörungen der Organe (über segmentale Zuordnung)